Besuch auf der „Pöllatinsel“ MdB Ulrike Bahr besucht
Familientreffpunkt Giesing

Unter dem Motto „Starke Kinder! Starke Jugendliche! Starkes München!“ lud die Stiftung VFS Vielfalt.Fördern.Stiften. die Vorsitzende des Familienausschusses im Deutschen Bundestag zu einem Fachaustausch nach München ein.

 Im Familientreffpunkt Giesing (Pöllatinsel) der Gesellschaft für Soziale Arbeit. München gGmbH ist am Mittwochvormittag das Haus voll. Mütter mit ihren Kindern treffen sich im Rahmen der Offenen Tür, einem niedrigschwelligen Angebot für Eltern und Kinder in Giesing. Mittags gibt es eine gemeinsame Mahlzeit, die Frauen genießen den Austausch untereinander.

MdB Ulrike Bahr möchte im Familienberatungszentrum die Arbeit der Sozialpädagoginnen und Ehrenamtlichen vor Ort kennenlernen. Beim Rundgang durch die großzügigen und familiengerecht ausgestatteten Räumlichkeiten findet Bahr sofort Kontakt mit den Fachkräften, Ehrenamtlichen und Besucherinnen.

Eine Besucherin ist erstmals im Familientreffpunkt und findet es prima „dass man hier als Neuzugezogene schnell in Kontakt mit anderen kommt und sich über Familienthemen austauschen kann“. Eine andere Besucherin schätzt „den Kontakt mit verschiedenen Nationen und die kurzen Wege ins Zentrum, man kann einfach vorbeikommen wie bei guten Freunden“.

Das Familienzentrum bietet viele niedrigschwellige Angebote, die den Kontakt sowie die Vernetzung der Eltern untereinander fördern sollen, aber man kann dort ebenso Kursangebote wie Babymassage, Deutschkurse und vieles mehr besuchen.

Nach dem Rundgang stellt das Projekt „Akut4You-Akutunterstützung Alleinerziehender in Krisensituationen“ seine Arbeit vor. Hier ist die Gesellschaft für Soziale Arbeit. München gGmbH seit Juni 2022 für das Jugendamt der Landeshauptstadt München im ganzen Stadtgebiet tätig und berät Alleinerziehende, die sich mit ihren Anliegen an uns wenden können. Dies sind z.B. Wohnungssuche oder Kinderbetreuungssuche, Erziehungsthemen, Umgangsschwierigkeiten mit den Ex-Partnern etc. Das Angebot kann kurzfristig Beratung anbieten und ist kostenlos, es kann auch anonym in Anspruch genommen werden. Es wird nach wenigen Monaten bereits so gut angenommen und nachgefragt, dass alle sechs sozialpädagogischen Fachkräfte ausgelastet sind. Projektleiterin Andrea Vetter fasst es so zusammen: „Wir sind in der Krisensituation für Alleinerziehende da: unbürokratisch, flexibel und Orientierung gebend.“

Im Gespräch mit den Fachkräften verweist Bahr auf den gesetzlichen Anspruch auf einen Betreuungsplatz für Grundschulkinder ab 2026 und die Möglichkeit für Kinder und Jugendliche, sich auch ohne ihre Eltern Hilfe und Unterstützung im Jugendamt zu suchen. Mit der Reform des Kinder- und Jugendhilfegesetzes sei auch für München der Weg zu einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe geebnet, da für Eltern und deren Kinder zahlreiche Verbesserungen einhergehen. Die Schwierigkeiten, denen besonders Alleinerziehende wegen hoher Mieten, der fehlenden Kinderbetreuung und der Stigmatisierung ausgesetzt sind, stellen große Erwartungen sowie komplexe Herausforderungen an das Hilfesystem. Welche optimale Hilfen für Familien erforderlich sind, nimmt die Vorsitzende des Familienausschusses gerne mit in die Gremienarbeit nach Berlin: „Wir sind angewiesen auf die Rückmeldungen der Basis, um das Kinder- und Jugendhilfestärkungsgesetz gut umsetzen zu können. Dies ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Politik, Behörden, freien Trägern und der Zivilgesellschaft, die wir konstruktiv angehen.“

Die Angebote im Familientreffpunkt werden vom Jugendamt finanziert und von der Gesellschaft für Soziale Arbeit. München gGmbH umgesetzt. Näheres siehe unter www.gfsa-muenchen.de.

Weitere Informationen sind online unter www.vfs-stiftung.de zu finden.

Für Nachfragen stehe ich sehr gerne zur Verfügung 01782173661.

Autorin: Isabell Zacharias